Gutes Google Ranking durch Fakten und ohne Links

Webseiten, die harte Fakten präsentieren werden einen Rankingbonus erhalten

Fakten vs. MythenDie Meldung über einen neuen Google Algorithmus, der ganz auf Links verzichten, bei der Einordung der Webseiten, machte in den vergangenen Tagen die Runde in der SEO-Szene. Mir stellten sich plötzlich aufgrund dieser Aussage gleich mehrere Fragen.

Aber fangen wir erst von vorne an, Ausgangspunkt war die von Google-Mitarbeitern veröffentlichte Studie über, “Knowledge-Based Trust: Estimating the Trustworthiness of Web Sources” (PDF). Es lohnt sich wirklich diese Studie in einer ruhigen Stunde einmal durch zu lesen. Die Aussagen, die in diesem Papier getroffen werden, sind doch recht erhellend.

Als ich diese Studie noch nicht gelesen hatte, war ich über die Aussage, dass Google künftig Seiten besser platzieren möchte, die nur harte Fakten präsentieren, sehr verwirrt. Denn führt das nicht zu eine Zensur im Netz unter dem Deckmantel von wissenschaftlichen harten Fakten? Und was ist, wenn Wissen und Fakten veraltet sind? Wird dann neues, besseres Wissen nicht mehr gefunden werden? Was ist mit all den politischen Seiten oder juristischen Themen? Was ist mit Fragen, die moralischer oder philosophischer Natur sind? Wer legt fest, was wahr und was unwahr ist? Und wer überwacht die Überwacher der Wahrheit?

Ja, als Suchmaschinenoptimierer darf man zuweilen auch mal philosophisch werden. Zumindest sollte man zu dieser Art Fragen einen Draht haben.  Jetzt wo ich mir die Studie durchgelesen habe, kann ich für mich Entwarnung geben. Google wird nicht seinen linkbasierten Algorithmus einfach so über Board werfen.  Die Suchmaschine wird seinen Algorithmus um eine weitere Facette ergänzen bzw. das alte linkbasierte Trustmodell, durch den Knolwedge-Based Trust (KBT) ersetzen. Der interne PageRank wird weiterhin berechnet werden. Aktuell ermittelt Google die Glaubwürdigkeit einer Seite anhand von Linksignalen. Seiten, die von anderen großen etablierten Seiten,  z.B. Unis, Wikipedia, Nachrichtenseiten verlinkt werden, genießen bei Google ein größeres Vertrauen als Seiten, die nicht über solche Links verfügen.

Das wird sich sicherlich künftig ändern, und das ist auch gut so, denn das aktuelle System führt dazu, das kleine und neue Seiten, die aber trotzdem guten Content haben, aber eben nicht über die Links von „Netzautoritäten“ verfügen,  einen deutlichen Nachteil haben.  Das Ranking wird  dann also aus den KBT und den PR  als Korrekturgröße ermittelt werden.

KBT vs PageRank
Since we do not have ground truth on webpage quality, we compare
our method to PageRank. We compute PageRank for all webpages
on the web, and normalize the scores to [0; 1]. Figure 10 plots
KBT and PageRank for 2000 randomly selected websites. As expected,
the two signals are almost orthogonal.[…]

Der KBT wird also den Google Algorithmus aus über 200 anderen Variablen ergänzen und sie nicht komplett ersetzen. So verstehe ich es zumindest. Neues Wissen wird also nicht unterdrückt , dafür aber falsches Wissen.

Es bleiben aber immer noch ein paar Frage offen: „Wer legt fest, was wahr und was unwahr ist? Und wer überwacht die Überwacher der Wahrheit?“

In dieser Studie ist immer wieder die Rede von Freebase als Datenbank für Fakten. Freebase wurde von Google aufgekauft und ist eine Open Content Datenbank an de jeder mitarbeiten kann. Leider wir dieser Dienst eingestellt werden und die Daten werden an die Wikidata übergeben werden, bzw. die Arbeit wird von Wikidata fortgeführt werden. Wenn Google also jetzt seine Fakten vermehrt aus Datenbanken, wie Wikidata zieht, dann sollte für jeden Suchmaschinenoptimierer klar sein, wie man an diese Fragen herangeht.

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