Die wichtigsten Suchbegriffe finden

Wie oft wird ein Suchbegriff gesucht?  Welche Suchbegriffe lohnen sich?

 

wichtige Suchbegriffe finden

Was sind die wichtigsten Suchbegriffe für meine Internetseite? Die Antworten auf diese Fragen sind essenziell für den Erfolg einer Website. Nur wer weiß, mit welchen Suchbegriffen seine Zielgruppe im Internet sucht, kann sich erfolgreich finden lassen. Eigentlich ist es ganz logisch und einfach, doch in meiner alltäglichen Arbeit in der Suchmaschinenoptimierung stoße ich immer wieder auf Betriebsblindheit oder auch Ignoranz.

Das ist einer Hauptgründe, die für einen externen Suchmaschinenoptimierer sprechen, aber das so weit nur am Rande.

Das Thema Keword-Recherche ist gar nicht mal so trivial und kann je nach Thema sehr spannend sein. In einem meiner letzten Artikel bin ich ja schon auf kostenlose SEO Tools eingegangen, in meiner Liste habe ich auch ein paar Tools zur Keywordrecherche aufgeführt. Neben diesen kostenlosen Tools gibt es auch kostenpflichtige Keyword-Tools, die ich nutze, dazu später mehr.

Wer, wie,was,wieso,weshalb, warum? Wer nicht fragt bleibt dumm!

Schon die Sesamstraße wusste worauf es im Leben ankommt. :-D

Genauso ist es ja auch. Bevor wir auf die Keyword-Pirsch gehen, ist sinnvoll sich Gedanken über die richtigen Fragen zu machen. Ich habe hier sechs wichtige Fragen auflistet, die man mit seinem Webangebot und Recherche berücksichtigen sollte:

  • Wer ist meine Zielgruppe?
  • Wie sucht meine Zielgruppe?
  • Was sucht meine Zielgruppe?
  • Wieso sucht meine Zielgruppe?
  • Welche Lösung kann ich meiner Zielgruppe bieten?
  • Warum sollte meine Zielgruppe ausgerechnet bei mir die Lösung finden/ kaufen?

Die Frage nach der Zielgruppe ist die wichtigste Frage. Wie man diese findet, würde jetzt hier den Rahmen des Artikels sprengen, ich gehe also davon aus, dass Ihr eure Hausaufgaben gemacht habt und Eure Zielgruppe kennt. Kommen wir zu der zweiten wichtigen Frage, wie oder besser gesagt wo sucht meine Zielgruppe?

Wo und wie sucht meine Zielgruppe?

Wer als allgemeine Zielgruppe deutsche Internetnutzer definiert hat, hat zwar zu weit für sich definiert, aber als Beispiel passt das grad so gut. Deutsche Internetnutzer suchen vorwiegend über Google.  Ja, auch Du hast wahrscheinlich auch über Google diesen Artikel gefunden, oder etwa nicht? Wenn ich aber meine Zielgruppe jetzt spezieller definiere, kann das Ergebnis schon etwas anders aussehen. Japaner z.B. ziehen Yahoo als Suchmaschine vor und Russen lieben Yandex.

Entscheidend neben den “Wie” und “Wo”, ist auch das “Was”. So werden Videos sehr gerne über Youtube gesucht. Laut angaben von Google ist Youtube die zweitwichtigste Suchmaschine in Deutschland. Nur suchen die Nutzer über Youtube mit etwas anderen Begriffen, als über die Websuche bei Google. Und weil das so ist, ist es sinnvoll, sich gleich mehreren Datenquellen zu bedienen. Ein großartiges Keywordtool, mit dem ich Suchbegriffe finde, ist keywordtool.io.

Keywordtool.io

Hier kann ich Keywordwelten angepasst an Google, Bing, YouTube oder dem App Store finden. Es ist schon spannend zu sehen, welche Suchbegriffe bei Google, Bing und Co eingegeben werden. Wer also ein Video optimieren möchte, wählt den Reiter Youtube aus und wer eine iPhone App optimieren möchte, schaut auf diesem Reiter. Je Nach Begriffswelt unterscheiden sich die Ergebnisse deutlich. So interessieren sich Youtube Nutzer brennend für “Facebook Account Hacking”, wenn man Facebook als Suchbegriff verwendet. Im App Store wollen die Nutzer den Facebook-Seitenmanager finden oder für lustige Sprüche (Facebook Bash). Ein nicht unerheblicher Teil an Spanier scheint über Bing nach “Facebook en espanol” zu suchen und die Deutschen suchen in Google, wie sie ihren “Facebook Account löschen” können.

Wie wertvoll ist eine Top-Position zu einem Suchbegriff /Keywordkombination?

Jetzt wo wir wissen, was und wie gesucht wird, ist für uns noch wichtig, ob eine Suchmaschinenoptimierung sich auch wirtschaftlich rechnet. Häufig habe ich Diskussionen um den Preis meiner SEO-Dienstleistungen. Für viele ist der Wert einer Suchmaschinenoptimierung schwammig und unklar. Ich kann es den vielen kleineren Unternehmern gar nicht mal übel nehmen, schließlich sind sie keine Experten auf dem Gebiet und wollen sich nur um ihr eigenes Business kümmern. Gleich mehrere Faktoren spielen für die Wirtschaftlichkeitsberechnung eines Suchbegriffes eine Rolle.

  • Wie hoch ist das Suchvolumen?
  • Wie hoch ist der Wettbewerb?
  • Was kosten meine Suchbegriffe bei Google Adwords?
  • Wie hoch ist meine Gewinnmarge pro Kunde, der über das Internet generiert wird?

Erste Antworten auf diese Fragen liefert Google selber mit dem Keyword Planer. Es gibt aber auch kommerzielle Lösungen, wie z.B. semrush, und Keyword Tools diverser anderer SEO Tool Anbieter. Ein guter Anhaltspunkt für den Preis einer Keywordoptimierung ist der CPC Preis bei Google Adwords.

Beispiel:

Keyword: “Sprachkurs Englisch”

Monatliches Suchvolumen: 1300

Klicks pro Tag: 131

CPC: max 4,88 €

Wenn ich also 30 Tage bei Google Adwords auf Platz 1 Stehen möchte, zahle ich für die 30 Tage 9330 € ; dafür bekomme ich wahrscheinlich 3930 Klicks bzw. Besucher. Wenn ich z.B. mir das Angebot von rosettastone.de anschaue, kostet dort das niedrigste Englisch Lernangebot 215 € für 12 Monate Onlinezugang. Wenn von den 3930 Klicks bzw. Besucher nur 3 % (117,9 Klicks) konvertieren und das günstigste Angebot abschließen, rechnet sich die Investition über Adwords schon. Diese 139,5 Klicks/Besucher würden dann einen Umsatz von 25348,5 € erzeugen, was genau ein Umsatzplus von 16018,5 € entspricht.

Jetzt kenne ich nicht genau deren Marge und kann somit nicht den Gewinn ermitteln. Das soll uns an dieser Stelle auch nicht interessieren. In diesem Beispiel wäre eine Position 1 zum Suchbegriff “Sprachkurs Englisch” 9330 € im Monat wert, und wenn diesem Wert ein entsprechend hoher Umsatzwert entgegen steht, der über die Webseite erzeugt wird, kann eine Suchmaschinenoptimierung auch gerne mal etwas mehr als nur ein paar Hundert Euro im Monat kosten. 5 – 10 % vom Google Adwords Budget sind ein sehr guter Einstiegswert für eine kontinuierliche Suchmaschinenoptimierung, die sich langfristig lohnt.

Besserer Content durch bessere Antworten zu Fragen, die unter den Nägeln brennen

Das Thema Geld wurde nun also entsprechend auch hier gewürdigt. Aber kommen wir wieder zurück zu den spannenden Dingen im Leben eines Suchmaschinenoptimierers. Ich habe das große Glück in einem dynamischen Umfeld tätig zu sein. Die Suchtechnologie wird immer besser, und erste Ansätze zu einer semantischen Suchmaschine sind getan. Spätestens seit dem letzten größeren Algorithmus Update, dem Hummingbird Update, sollte jedem Onlinemarketer klar sein, dass die Zukunft der Suche nicht in stupiden Linklisten liegt. Wenn ich mir den Umgang meiner Tochter (5) mit der Google Sprachsuche anschaue, ist mir ganz klar, dass die Zukunft darin liegt, passende Antworten zu speziellen Fragen den Nutzern anzubieten. Im Onlinesprech ist dann meist die Rede vom großartigen Content oder dem Buzzword “Content Marketing“. Wer von selber nicht auf die naheliegendsten Fragen kommt oder einfach Betriebsblindheit vermeiden möchte, nutzt sogenannte W-Fragen Tools. Das sind Programme oder Dienste, die anhand eines Suchbegriffes W-Fragen konstruieren oder finden. Im Folgenden habe ich zwei davon aufgeführt.

W-Fragen Tools

Das W-Fragen Tool zum Beispiel ist so ein kostenpflichtiges Tool, das automatisch W-Fragen zu meinem Suchbegriff findet, die die User in Google oft eingeben.

W-Fragen Tool

Das Ergebnis kann man sich dann bequem als Excel-Tabelle herunterladen. Preis für dieses tolle W-Fragen Keyword-Tool beträgt, einmalig 39 €. Das ist kein allzu hoher Preis. Dann gibt es seit Kurzem ein W-Fragen Tool im Seolyze. Ich nutze den Seolyzer um meine Texte zu optimieren nun kann ich dort auch gleich meine W-Fragen zum Thema finden.

W-Fragen Tool seolyzer

 

Eine weitere Alternative dazu ist das W-Fragen-Tool von Pierre Fischer.

W-Fragen-Tool.com

Dieses W-Fragen Tool ist kostenlos und ich finde es von der Usability sehr gelungen.  Man kann zudem die generierten W-Fragen als CSV-Datei herunterladen. So kann man später seinen SEO-Texter besser briefen.

Natürlich könnt Ihr auch ganz menschlich an die Sache herangehen und im Freundes- und Bekanntenkreis mögliche Fragen ausdenken/finden. Auch die sozialen Netzwerke, wie z.B. Facebook und twitter sind für die W-Fragen Generierung gut und auch die Website interne Suche, gibt Aufschlüsse zu bestimmten Fragen und Suchbegriffen.

Habe ich was zum Thema “wichtige Suchbegriffe” vergessen oder Wichtiges übersehen? Falls ja, zögert nicht und hinterlasst hier einen Kommentar, auch über Bewertungen freue ich mich jederzeit.

 

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