Sprachassistent

Ein K.I. gestützter persönlicher Assistent, der in einem stationären Gerät integriert ist oder in einem  mobilen Gerät, wie z.B. einem Smartphone Smart Speaker, Kopfhörer oder Uhr. Der Sprachassistent analysiert die Spracheingaben des Nutzers semantisch und erledigt bestimmte Tasks. Vorwiegend werden Sprachassistent für einfache Auskünfte oder Steuerung von Smart Home Geräten genutzt. Komplexere Task, wie zum Beispiel die Reservierung von Restaurantplätzen, Friseurtermine, oder die Buchunug von Kinokarten und Taxis sollen demnächst laut Google und Amazon dazukommen.

Welche Sprachassistenten gibt es?

Die bekanntesten Sprachassistenten sind Amazon Alexa und der Google Assistant. Weniger bekannt sind der Sprachassistent aus dem Hause Samsung mit dem Namen Bixby, Cortana von Microsoft und Hallo Magenta von der Deutschen Telekom.  Noch etwas exotischer ist das MBUX System von Mercedes-Benz. Hier wurde ein Sprachassistent nicht in einem Smart-Speaker oder Smartphone integriert, sondern in einem Auto.

Wie funktioniert ein Sprachassistent?

Ein Nutzer spricht zu einem Gerät. Das Gerät lauscht permanent, ob ein bestimmtes Weckwort gesagt wird.  Daher stimmt zwar die Aussage, dass ein Sprachassistent permanent abhört, die datenschutzrechtliche Brisanz ist jedoch sehr stark eingeschränkt. Der Aufnahmezeitraum beträgt immer nur wenige Sekunden und wird immer wieder überschrieben. Der Aussagewert von 3 bis 8 sekündigen Aufzeichnungen sollten daher kaum juristische Relevanz haben.

Wenn der Sprachchip im Gerät das Wake-Word erkennt, beginnt die Aufzeichnung der Anfrage. Diese wird in die Cloud gesendet und von einem Natural Language Processor (NLP)  von Ton in Text umgewandelt und von einer Natural Language Understanding (NLU) Unit auf den semantischen Inhalt geprüft. Jeder Sprachassistent verfügt über ein Sprachmodell mit dem der Assistent den Sinn des Gesagten, sogenannten Intents (Absichten), zuordnen kann. Jedem Intent ist ein bestimmter Programmcode zugeordnet, der immer dann ausgeführt wird, wenn ein bestimmter Intent im Sprachbefehl des Nutzers erkannt wird. Wenn der Code ausgeführt wird, wird dem Nutzer als Feedback eine Sprachantwort oder eine andere Reaktion des Gerätes zurückgeben.

Das Sprachmodell der Sprachassistentin Alexa, kann mit sogenannten „Skills“ erweitert werden. Hier erstellt der Programmierer des Skills/ Voice App das Sprachmodell mit dem die Programmlogik verknüpft ist. So können Publisher einer Voice App in den Dialog mit Ihren Nutzern treten.

Welche Geräte haben einen Sprachassistenten?

Die Integration von Sprachassistenten schreitet immer mehr voran. Den Anfang machten Smartphones, hier nahm Apple mit Siri anfangs eine Führungsrolle ein, hat diese jedoch relativ schnell an Google abgeben müssen.  Auch Samsung Handys verfügen über einen eigenen Sprachassistenten. In Computern wurde von Microsoft Cortana eingeführt. In der öffentlichen Wahrnehmung jedoch wurden Sprachassistent erst als solche wahrgenommen, als Amazon am 06.11.2014 begann seine Sprachassistentin Alexa in einem Smart Speaker zu verkaufen. Seitdem werden imer mehr Geräte mit einem Sprachassistenten ausgestattet., meistens aber jedoch nicht mit einem eigenen, sondern mit Sprachassistenten von Amazon oder Google. Beide Konzerne stellen die Sprachtechnologie Geräteherstellern zur Verfügung. Der Battle um die Wohnzimmer der Nutzer läuft seitdem zwischen den beiden Technologiekonzernen.

Heutzutage finden sich Sprachassistenten in nicht nur in Handys,Lautsprecher und Smart Displays, sondern auch in Kopfhörern, Armbanduhren, Mikrowellen, TVs,  Autos und noch viele andere Geräte mehr. Der Fantasie sind bei der Integration von Sprachassistent kaum Grenzen gesetzt. Voraussetzung ist meistens nur noch eine schnelle Internetverbindung. und auch diese soll demnächst nicht mehr zwingend notwendig sein. So hat zum Beispiel Google es geschafft die Grundfunktionalität des Google Assistant komplett in die Endgeräte auszulagern.

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