W-Fragen

Die W-Fragen-Methode ist ein mächtiges Werkzeug zur Textanalyse oder ein nützliches Hilfsmittel zur Texterstellung.  Normalerweise wird sie schon in der Schule im Deutschunterricht vermittelt. Sie hilft Dir dabei den Textinhalt besser zu verstehen oder gibt Dir erste Anhaltspunkte, wie Du informative Inhalte erstellst.

W-Fragen-Methode

Für ein besseres Textverständnis solltest Du den Text anhand offener Fragen untersuchen. Dieses Vorgehen verstehen wir als W-Fragen-Methode.

Nutze offene W-Fragen, um einen Text besser zu verstehen oder zu erstellen. Die Fragen beginnen alle mit einem W-Fragewort. Der Fachbegriff für ein W-Fragewort ist Interrogativpronomen.

Das Besondre an den Interrogativpronomen ist, dass sie alle eine offene Frage einleiten, die nur inhaltlich beantwortet werden kann. Das Gegenteil wäre eine geschlossene Frage, die man ganz einfach mit ja oder nein beantworten kann. Die W-Fragen zwingen also zu einer informativen Antwort.

Beispiel offene Frage:

Was hast Du gegessen?

Beispiel geschlossene Frage:

Hast Du etwas gegessen?

Die häufigsten W-Fragewörter
Die sieben meistgenutzten W-Fragewörter (Interrogativpronomen):
  • Wer
  • Wie
  • Was
  • Wann
  • Warum
  • Wo
  • Wozu

Sicherlich gibt es noch deutlich mehr W-Fragewörter. Die Liste oben zeigt jedoch die häufigsten. Mit diesen Wörtern leitet man eine Frage ein, um einen Text zu analysieren. Wer Texte selber schreibt, kann sich an diesen Fragen orientieren, um einen informativen Text zu erstellen. In meiner Ausbildung zum Marketing-Kommunikationswirt, hat unser Dozent folgenden Merksatz uns immer wieder vorgehalten.

Wer sagt, was, wann, zu wem mit welchem Effekt?
Methode
Wer sagt was? Wer tut etwas?
Wie geschieht es?
Was passiert?
Wann geschieht etwas?
Warum findet es statt?
Wo findet die Handlung statt?
Wozu ist es gut?

Diese W-Fragen-Methode kannst Du im Prinzip auf jeden Text anwenden. Sie ermöglicht es Dir, Wissen schnell zu erwerben und Texte besser zu verstehen.

Praktische Anwendung der W-Fragen-Methode

  1. Notiere auf einen separaten Zettel alle wichtigen W-Fragen auf.
  2. Ordne die W-Fragen nach ihrer Wichtigkeit. Du kannst Dich an der Aufgabenstellung orientieren. Als Texter orientierst Du Dich an der Intention, die Du mit der Texterstellung verfolgst und setzt die Beantwortung dieser Fragen im Text um.
  3. Nutze für jede W-Frage eine spezielle Farbe. Markiere alle wichtigen Informationen, die eine bestimmte W-Frage beantworten mit der gleichen Farbe der W-Frage.
  4.  Schreibe alle so gefunden Infos auf einem anderen Blatt auf.

Bedeutung der W-Fragen für die Suchmaschinenoptimierung

Jetzt wo Du genau weißt, was W-Fragen sind und wie die Methodik dahinter abläuft, bist Du in der Lage Informationen selber strukturiert zu erfassen und kannst sie auch selber strukturiert erstellen. Auch Google ist dazu übergangen, Texte nach ihrem Informationsgehalt anhand von W-Fragen zu analysieren.  Für die Antworten in den Sprachassistenten ist ein Verständnis der W-Fragen für Suchmaschinen äußerst wertvoll. So lautet auch meine Empfehlung, Text nicht mehr nur nach einzelnen Keywords zu optimieren, sondern W-Fragen zu einem Thema zu beantworten.

Versuche um die Google „Answer-Box“ zu komme legen nahe, dass es hilfreich ist Fragen als H2 Überschrift zu formulieren,  deren Antworten gleich kurz und knapp darunter stehen.

Wer selber nicht sofort auf die wichtigsten W-Fragen zu einem bestimmten Thema kommt, findet im Netz Tools, die die wichtigsten themenbezogenen W-Fragen generieren.

Welche W-Fragen Tools sind gut?

Das wohl mächtigste Toll findest Du auf der Seite answerthepublic.com. Ich nutze diese Seite selber recht häufig um meine Inhalte zu erstellen. Eine Alternative dazu ist die Seite w-fragen-tool.com.

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